Namibia

Namibian Video Database Project

Tag 6 – Rumsitzen, Erkundungen und Hygiene…

Hallo 😉

Aaalso heute war nix los. Es stand nix besonderes an. Lange ausgeschlafen und dann rumgedrömelt. Etwas an der Website programmiert, was man halt so macht, wenn man gerade nichts wichtigeres zu tun hat.

Gegen 2 sind wir dann ein wenig auf Erkundungstour gegangen. Eigentlich auf der Suche nach einem Restaurant in dem wir etwas zu beissen bekommen.  Nach ca. 800 Metern (und etwas freier werdendem Blickfeld in Richtung Innenstadt haben wir dann jedoch aufgegeben. Mindestens 3-4 Kilometer zu laufen und wir haben keine Karte um zurück zum Haus zu finden. Selbst Peter, welcher uns gestern abend nach hause gefahren hat meinte, dass er obwohl er nun schon eine halbe Ewigkeit in Windhoek lebt, die Stadt nicht kennt.

Also zurück zum Haus, Heike fragen wo man eventuell etwas essbares bekommen kann (zur Not hätte der Laden an der Ecke aufgehabt, so dass wir uns dort etwas hätten besorgen können, aber – wir hatten keine Lust ^^). Da Heikes Mann (Skunky?) auf dem Weg war Fleisch für ein Braai zu besorgen haben wir uns kurzerhand angeschlossen. Auf nach Katatura (ein Viertel von Windhoek).

Auf dem Weg dahin wurden wir mehrfach ermahnt, NIEMALS nach Katatura zu fahren. „It’s not save there.“

Der Markt in Katatura gestaltete sich ziemlich Gewöhnungsbedürftig. Viele Damen, in mitten von großen Kornsäcken, die allerlei essbares Zeuch verkauften. Ja, auch die Raupen. Wir waren zum Glück nicht da um Raupen zu kaufen, wir wollten etwas fleischliches. Die Rinder wurden unter offenem Himmel geschlachtet. Man konnte im Endeffekt dabei zusehen wie die Einzelteile zerlegt werden. Wir warteten also durch die abgeschnittenen Hufe und Schädel der Kühe die am Wegesrand für die Besucher des Marktes abgelegt waren, bis wir zu einem Händler welcher einen Lauf (ob vorder oder hinter, k.a.) auf seinem Tisch bereit liegen hatte. Mir persönlich war der Appetit schon vergangen.  Der Geruch, die Köpfe… und alles. Würgs.

Wir bestellten also 2 Stückchen von der Kuh / von dem Rind für 20 N$. Das reicht.  An einem kleineren Stand haben wir dann noch etwas halb gaares Testfleisch erhalten.

Abends dann wieder Braai. Diesmal bei Heike. Der Ruf des namibischen Fleischs ist ein Besserer als es verdient. Sähnig ohne Ende. Beim Essen wurde uns dann mitgeteilt, dass es Morgen eine besondere Auswahl der Raupen zum Mittag gibt. Ich freu mich drauf!

Bis dann.

Tag 4 – Internet, Mittag …

Morgens schnell den Rest unseres „French Baguette“ gefuttert. Da stand dann auch schon Heike vor der Tür, die ihre ältere Tochter vorgestellt hat und uns berichtete, dass ihr jüngster morgen Geburtstag hat, auf dem wir natürlich auch eingeladen wären.

Najo, also ab in die Uni… Heikes Auto ist wirklich eine abenteuerliche Konstruktion. Mercedes, Baujahr irgendwann in den 80ern, weiß aber keiner so genau. Das die hier alle Links fahren ist uns irgendwie immer noch fremd…

An der UNI angekommen gleich ab ins Büro, wir hatten ja nun endlich Strom. Alex hat den ganzen Tag versucht sein Propel ans laufen zu bekommen, was ihm bis in die Abendstunden nicht gelingen sollte, da der Proxy der UNI dauernd überlastet war. Ja, wir können nur Port 80 [HTTP] und 443 [HTTPS] aufrufen (443 wird aber evtl. bald laut Gesetz verboten), Port 21 [FTP] nur lesend. Teilweise sind Websites wie z.B. Facebook und Studivz oder aber auch private Websites/Blogs geblockt. Wer weiß wie lange wir noch schreiben können.

Zum Mittag sind wir dann wieder mit Jens und Peter gefahren. Diesmal sollte es Pizza geben. Irgendwie stehen die beiden immer noch auf recht europäische Küche, was uns beiden aber glaube ich auch ganz recht ist, aber dazu später mehr. Es gab eine art Hamburger mit gefülltem Fleisch, welcher uns von den beiden empfohlen wurde, dazu ein paar Pommes. Alles zusammen mit 2 Cola haben wir umgerechnet ca. 15 € bezahlt, nicht ganz so günstig, aber es hat wenigstens geschmeckt.
Peter hat uns für morgen (nach dem Geburtstag) zum Barbecue (Fettes Schwein oder Schaf solls wohl geben, k.a. wir lassen uns überraschen) eingeladen.

Der Nachmittag war recht eintönig. Bei der Wärme hier kann man nichtmal richtig denken. Die Temperaturen hier sind (trotz Winter) noch recht angenehm, Tagsüber etwa 25°C und Nachts um die 7-8°C.
Die Luftfeuchtigkeit hier geht jedoch gegen Nullpunkt, was zumindest mir (Refizul) ziemlich aufn Keks geht.

Am Abend dann mit Jens nach Hause und schnell noch was einkaufen. Diesmal sogar ohne Begleitung. Die Märchen, dass man hier Abends nicht rausgehen darf stimmen soweit nicht.
Man muss eventuell in manch anderen Vierteln etwas aufpassen, aber hier wo wir untergekommen sind sind eigentlich alle sehr nett.

Als wir zurück waren, meinte Heike, da wir ihr von unserem doch sehr europäischen Mittagessen berichteten, uns ihren Vorrat an afrikanischen Spezialitäten zeigen zu müssen.
Getrockneter Spinat, welcher aussah wie Kuhfladen. Trockenfleisch… und getrocknete Raupen. So richtig dicke Biester. Die werden wohl gekocht, ziehen dadurch wieder etwas Wasser, dann werden sie mit Zwiebeln angebraten und schmecken dann wie Pommes.
In den Vororten gibts wohl häufiger Ziegenkopf. Hmmmmm… lecker. Wir werden wohl nicht drum rum kommen dass Heike irgendwann mal eine Kostprobe reinreicht.